Dienstag, 15. Juli 2008

Licht in Negativität bringen

Wenn die Dinge nicht so laufen, wie wir möchten, wenn wir uns negativ fühlen oder in unglücklichen Gedanken gefangen sind, dann hilft die folgende Meditationstechnik. Sie ist einfach und überall zu machen und bringt Licht in die Dunkelheit.

Sag einfach "Ja" !

TippsLink

Das Leben kann nicht mit einem Nein gelebt werden. Diejenigen, die zu allem Nein sagen, verpassen das leicht. Man kann aus dem Nein kein Zuhause für sich machen, weil das Nein leer ist. Nein ist wie Dunkelheit. Dunkelheit hat keine wirkliche Gestalt, sie ist einfach nur die Abwesenheit von Licht. Deshalb kann man nichts direkt mit der Dunkelheit machen. Man kann sie nicht aus dem Raum schieben, man kann sie nicht in das Haus des Nachbarn werfen; man kann Dunkelheit nicht vergrößern oder verkleinern ...

Mit Dunkelheit kann man nichts direkt machen, weil es sie nicht gibt. Wenn du Dunkelheit willst, dann schalte das Licht aus. Wenn du keine Dunkelheit haben möchtest, dann schalte das Licht ein. Alles, was du tun kannst, musst du mit dem Licht tun und nicht mit der Dunkelheit.

In der gleichen Weise funktioniert "Ja" wie Licht und "Nein" wie Dunkelheit. Wenn du wirklich etwas in deinem Leben verändern willst, dann musst du lernen, Ja zu sagen. Ja zu sagen ist außergewöhnlich schön; schon es einfach nur zu sagen, ist so entspannend. Lasse es zu deinem Lebensstil werden. Sage Ja zu den Bäumen und zu den Vögeln und zu den Menschen, und du wirst überrascht sein: Wenn du präsent bist und Ja zum Leben sagst, wird es zu einem Segen. Das Leben wird ein großartiges Abenteuer.


Osho, Zorba the Buddha


Die Methode

Sage jeden Abend vor dem Schlafengehen mindestens 10 Minuten lang "Ja". Dann noch einmal als erstes am Morgen, mindestens drei Minuten lang. Auch während des Tages, wenn du dich negativ fühlst, setze dich kurz hin und mache diese Übung.

Beginne deine Energie auf "Ja" zu richten, spreche das "Ja" wie ein Mantra aus. Während du auf deinem Bett oder sonstwo sitzt, beginne "Ja... Ja…" zu wiederholen. Fühle, was du sagst. Am Anfang wirst du es einfach nur wiederholen, doch beginne, in Einklang mit dem Ja zu fallen und mit ihm innerlich mitzuschwingen. Erlaube, dass es dich völlig durchdringt - von Kopf bis Fuß. Lasse es tief in dich eindringen.


Osho, The Sun Behind the Sun Behind the Sun

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Die Sekunden Meditationen von FindYourNose.com

Dienstag, 8. Juli 2008

Schnelle Erholung durch Gibberish

Manchmal kann ich nicht abschalten. Bis in die Nacht hinein geht es rund in meinem Kopf. So viele gute Ideen rumoren dort herum. Dann hilft nur noch eins: Den Kopf befreien, Gibberish machen.

Tipps

Gibberish ist eine einfache und sehr wirksame Methode, die auch während der Arbeit ausprobiert werden kann.

Mach´ eine kurze Pause, 5 MInuten sind ein guter Anfang. Brabble laut vor dich hin, artikuliere lauter unsinnige Worte und sei total verrückt dabei. Benutze den Körper zum Ausdrücken, was du (Unsinniges) sagst. Sitze danach ein paar Minuten still und genieße die Leere im Kopf. Das Arbeiten wird dir nun wieder leichter fallen.

Oshos Anleitung für Gibberish:

Schließe deine Augen und formuliere unsinnige Worte und Töne – Gibberish. Für ein paar Minuten gehe total ins Gibberish. Erlaube dir alles auszudrücken, was du wahrnimmst: Gefühle, Gedanken, Anspannung … wirf´sie über die Töne aus deinem Körper.

Der Verstand denkt immer in Worten. Gibberish hilft dir damit aufzuhören, ständig Worte zu formulieren. Ohne deine Gedanken zu unterdrücken, kannst du sie mit unsinnigen Worten und Tönen loswerden. Dein Körper soll sich dabei mit ausdrücken.

Danach sitze einige Minuten ohne dich zu bewegen. Nimm die Stille wahr.

Auszug aus: Osho, The Orange Book



Es gab eine Studie über die Intelligenz von Studenten. Es wurde getestet, wieviel Aktivität durch ihr Gehirn lief. Das überraschende Ergebnis war, dass je weniger aktiv das Gehirn war, desto mehr Intelligenz der Person zur Verfügung stand.

Dieses Ergebnis steht völlig im Gegensatz zu der herkömmlichen Meinung, dass ein intelligenter Mensch viel denkt. Diese Studie hatte belegt, was die Mystiker schon lange wussten: Intelligenz passiert durch NichtDenken (No-Mind).

Wenn ich euch also zurede, Gibberish zu machen, dann rate ich euch einfach, die Gedanken und alle Aktivitäten im Gehirn hinauszuwerfen, so dass ihr rein, durchlässig, empfänglich und entspannt zurückbleibt.

Osho, This, This, A Thousand Times This #6

---> Weitere Meditationstechniken, die den Kopf entlasten



Mittwoch, 2. Juli 2008

Sex als Meditation

Der Weg des Tantra geht über Hingabe, sich selbst los zu lassen und mit dem Partner zu verschmelzen. Die folgende Meditationstechnik empfiehlt, im Sex mit der anfänglichen Wärme der gemeinsamen Liebe zu bleiben. So kann sich Meditation entfalten.

Ziellos, gemeinsam in stundenlanger Wärme

Tipps

Zu Beginn der sexuellen Vereinigung richte alle Aufmerksamkeit auf das anfängliche Feuer. Indem du dieses erhältst, vermeidest du die Asche am Ende.


Der Sexakt hat zwei Teile, den Anfang und das Ende. Bleibe beim Anfang. Der Anfang ist entspannter, wärmer. Habe es nicht eilig, zum Ende zu kommen. Vergiss das Ende völlig. Trotz aller überschüssiger Energie suche nicht gleich die Entladung. Suche nicht die Ejakulation, vergiss sie völlig. Bleibe so bei dem oder der Geliebten, als wärt ihr eins geworden. Stellt einen inneren Kreislauf her. Seid in diesem warmen Beginn eine Einheit.

Der Sexakt führt auf nichts hin. Er ist kein Mittel zum Zweck – er ist ein Zweck für sich alleine. Er hat kein Ziel. Und noch etwas: Vergesst die Zukunft. Bleibt in der Gegenwart. Das Wesen dieses Aktes besteht gerade darin, dass du auf die Gegenwart geworfen wirst. Genießt die Vereinigung zweier Körper, zweier Seelen, und taucht ineinander ein, verschmelzt miteinander. Vergesst alles Erreichen-Wollen. Diese Wärme, diese Liebe, macht es zwei Menschen möglich, ineinander zu verschmelzen. Dieses Verschmelzen am Anfang wird euch viele neue Erkenntnisse bescheren.

Wenn ihr es nicht eilig habt, den Akt abzuschließen, wird der Sex nach und nach immer weniger sexuell und immer mehr spirituell werden. Selbst die Sexualorgane verschmelzen miteinander. Eine tiefe, stille Vereinigung findet zwischen den beiden Körperenergien statt. So könnt ihr stundenlang zusammenbleiben. Dieses Zusammensein geht mit fortschreitender Zeit immer mehr in die Tiefe. Aber denkt nicht dabei. Bleibt im Moment, zutiefst miteinander verschmolzen. So kommt es zur Ekstase, zum Samadhi.


Tantra schenkt euch eine Dimension höherer Entspannung. Wenn beide Partner miteinander verschmelzen, geben sie einander vitale Energie. Sie bilden einen Kreislauf, in dem sich ihre Energien bewegen. Sie schenken einander Leben, sie erneuern ihr Leben. Keine Energie geht dabei verloren. Vielmehr wird mehr Energie gewonnen, denn durch den Kontakt mit dem anderen Geschlecht wird jede einzelne deiner Zellen herausgefordert und erregt. Wenn ihr in dieser Erregung verschmelzen könnt, ohne sie zu einem Höhepunkt zu führen, wenn ihr am Anfang bleiben könnt, ohne euch zu erhitzen, sondern einfach nur warm bleiben könnt, dann könnt ihr diesen Akt über eine sehr lange Zeit hinweg ausdehnen. Wenn es zu keiner Ejakulation kommt, wenn keine Energie ausgestoßen wird, dann wird daraus eine Meditation. Durch sie ist eure gespaltene Persönlichkeit nicht länger gespalten. Durch sie werdet ihr ganz werden.


Osho, The Book of Secrets

---> Die neueste Osho Meditationstechnik für meditatives Lieben

Mittwoch, 25. Juni 2008

Die OSHO Kundalini Meditation

Die Kundalini Meditation wirkt wie eine Energiedusche, die auf sanfte Weise den Arbeitstag mit allen Vorkommnissen vom Körper abschüttelt. Die bekannte Meditationsmethode wirkt auch auf tieferen Ebenen: Es ist möglich, mit ihr innere Verfestigungen - körperlicher und psychischer Art - aufzurütteln.

Rundum Erholung nach der Arbeit

Tipps

Diese Meditation dauert eine Stunde. Sie besteht aus vier Phasen, die drei ersten werden von Musik begleitet, die letzte nicht.


Erste Phase 15 Minuten - Sich Schütteln

Sei locker und lasse deinen ganzen Körper sich schütteln. Spüre die Energie von den Füßen aufsteigen. Lasse alle Spannungen los und werde zum Schütteln. Deine Augen können offen oder geschlossen sein.

Lasse das Schütteln von selbst geschehen - mache es nicht! Stell dich still hin und fühle es kommen, und wenn dein Körper anfängt ein wenig zu zittern, dann hilf nach, aber mache es nicht. Genieße es, freue dich darüber, lasse es zu, heiße es willkommen, aber erzwinge es nicht.

Wenn du es erzwingst, wird eine Übung daraus, eine Gymnastik. Dann wird das Schütteln zwar da sein, aber nur an der Oberfläche, es durchdringt dich nicht. Im Innern bleibst du hart wie ein Stein, wie ein Felsbrocken. Du bleibst der Macher, und der Körper wird dir nur gehorchen. Aber um den Körper geht es nicht; es geht um dich.

Wenn ich sage schüttle dich, so meine ich, schüttle deine Härte, dein Wesen, das einem Felsblock gleicht. Dein ganzes Sein soll sich bis in die Grundfesten schütteln, damit es flüssig und fließend wird, damit es schmilzt und strömt. Und wenn dein erstarrtes Wesen zu fließen beginnt, geht dein Körper mit. Dann gibt es niemanden, der sich schüttelt, nur noch das Schütteln. Dann macht es niemand, dann geschieht es einfach. Der Macher ist nicht da.

Osho


Zweite Phase 15 Minuten - Tanzen

Tanze wie es dir Spaß macht, und lass den ganzen Körper sich so bewegen wie er will. Die Augen können offen oder geschlossen sein.


Dritte Phase 15 Minuten - Wahrnehmen

Schließe die Augen und sei still. Setze dich hin oder bleibe stehen und schaue unbeteiligt zu, was innen und außen geschieht.


Vierte Phase 15 Minuten - Still liegen

Lege dich mit geschlossenen Augen hin und sei still.


Anschauungsvideos auf Osho.com

Hier die Musik dazu: OSHO Kundalini Meditation

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Donnerstag, 19. Juni 2008

Die Spiegel Meditation

Vielleicht fragst du dich, warum dir bestimmte Dinge im Leben immer wieder begegnen? Wenn du bereit dazu bist, dein Unterbewusstsein anzuschauen, dann experimentiere mit der Spiegel Meditation. Es braucht etwas Zeit und Geduld dafür, die Methode ist sehr kraftvoll.

Begegne deinem Unterbewusstsein

Tipps

Schließe die Tür von deinem Zimmer und stelle einen möglichst großen Spiegel vor dich hin. Der Raum soll dunkel sein. Dan stelle eine kleine Kerze neben den Spiegel, so, dass sie nicht direkt darin widergespiegelt wird. Nur dein Gesicht soll in dem Spiegel zu sehen sein, nicht die Flamme. Dann starre beständig in deine eigenen Augen im Spiegel. Zwinkere nicht mit den Augen. Dieses Experiment dauert 40 Minuten und nach ein oder zwei Tagen wird es dir gelingen, die Augen offen zu lassen, ohne zu blinzeln.

Sogar wenn Tränen kommen, dann lasse sie kommen, doch bleibe dabei, nicht mit den Augen zu blinzeln. Starre dauernd in deine eigenen Augen. Verändere nicht den Blick. Nach ein paar Tagen wird dir ein sehr komisches Phänomen bewusst werden: Dein Gesicht wird neue Formen bekommen. Vielleicht wirst du dich vor deinem eigenen Gesicht fürchten. Das Gesicht im Spiegel wird sich verändern. Manchmal wirst du ein Gesicht von dir sehen, von dem du niemals gedacht hättest, dass es deines ist.

Doch in Wirklichkeit gehören alle diese Gesichter zu dir. Das unbewusste Denken beginnt sich auszubreiten. Diese Gesichter, diese Masken, sind deine. Manchmal wird vielleicht sogar ein Gesicht aus deinem früheren Leben kommen.

Nach einer Woche, in der du jeden Tag 40 Minuten ständig in deine eigenen Augen gestarrt hast, wird dein Gesicht zu einer fortlaufenden Bewegung werden, wie bei einer Filmrolle. Viele Gesichter werden kontinuierlich kommen und gehen. Nach drei Wochen wirst du dich nicht mehr an dein eigenes Gesicht erinnern können, denn du hast so viele Gesichter kommen und gehen sehen.

Wenn du weiter machst, dann wird eines Tages, nach drei Wochen etwa, etwas ganz Komisches passieren: Plötzlich wird kein Gesicht mehr im Spiegel zu sehen sein. Der Spiegel ist leer und du starrst in Leere. Es gibt kein Gesicht. Das ist der Moment, an dem du die Augen schließt und dem Unterbewussten begegnest. Wenn kein Gesicht mehr im Spiegel zu sehen ist, dann schließe deine Augen. Das ist der bedeutungsvolle Moment. Schließe deine Augen und schaue nach Innen und du wirst dem Unterbewussten begegnen. Du wirst nackt sein, total nackt, so, wie du bist. Alle Täuschungen werden wegfallen.


Osho, The Ultimate Alchemy Vol 1, # 6

---> Weitere Meditationstechniken von Osho

Donnerstag, 12. Juni 2008

Ein ganzer Tag zum Experimentieren

Der Vorschlag ist, einen Tag in der Woche mit sich zu sein, sich langsamer zu bewegen, kleine, einfache Dinge zu tun und vor allem wach und aufmerksam zu sein.

Spazierengehen, putzen, lesen -- aufmerksam sein

Tipps

Stelle einen Tag der Woche dafür zur Verfügung, irgendeinen Tag, der mit deiner eigenen Situation in Einklang ist. Habe keine Meetings oder Freunde zum Abendessen. Mache nur ganz einfache Arbeit, so wie zum Beispiel das Haus putzen, kochen, waschen, Staub wischen. Wenn das Haus einmal sauber und schön ist, und alle Dinge ordentlich sind, dann nimm ein Bad. Bewege dich langsam.

Danach bereite dir einen Tee und trinke ihn. Vielleicht liest du ein gutes Buch oder schreibst Briefe an nahe Freunde. Während du liest oder schreibst, erhalte die Aufmerksamkeit aufrecht. Lasse dich durch den Text oder Brief nicht irgendwo anders hin ablenken. Während du den Text liest, nimm wahr, dass du liest. Während du den Brief schreibst, nimm wahr, wie und was du schreibst.

Folge den selben Anweisungen, während du Musik hörst oder mit einem Freund sprichst. Während des Tages, mache zwei Spaziergänge von einer halben Stunde oder 45 Minuten. Übe, bewusst zu atmen, während du spazieren gehst.

Am Abend bereite dir ein einfaches Mahl, vielleicht nur eine Frucht oder ein Glas Fruchtsaft. Sitze eine Stunde in Meditation, bevor du zu Bett gehst. Anstatt zu lesen, bevor du schlafen gehst, praktiziere totale Entspannung für 5 bis 10 Minuten. Sei der Meister deines Atems. Atme sanft (der Atem sollte nicht zu lang sein). Folge dem Aufsteigen, dem Senken deines Magens und deiner Brust. Deine Augen sind geschlossen.

Jede Bewegung während dieses Tages sollte mindestens zweimal so langsam sein als gewöhnlich.

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Mittwoch, 4. Juni 2008

Fühle mit jedem Lebewesen

Es ist ganz normal: Jeder denkt nur an sich. Geliebt wird, wer oder was MIR gut tut. Die folgende Meditation lehrt den Einstieg in eine völlig neue Welt. Eine Welt, in der geliebte Menschen mehr als Gegenstände sind.

Vom Denken zum Fühlen

Tipps

Eine Meditationstechnik aus dem Buch der Geheimnisse (Vigyan Bhairav Tantra):


Empfinde das Bewusstsein jedes Menschen so, als sei es dein eigenes Bewusstsein.

Werde so zu jedem Lebewesen, ohne Rücksicht auf dein Selbst.




Du empfindest dein Bewusstsein als deines, aber das Bewusstsein anderer fühlst du nie. Du kannst allenfalls logisch nachvollziehen, dass die anderen auch bewusst sein müssen. Aber du empfindest sie nicht als bewusst. Wir denken, die Welt um uns herum ist da, aber das Herz wird von ihr nicht berührt. Das ist der Grund, warum wir mit anderen umgehen, als wären sie keine Personen, sondern Dinge. Ein Ehemann verhält sich seiner Frau gegenüber so, als wäre sie ein Gegenstand, den er besitzt. Auch die Frau betrachtet den Ehemann als wäre er ihr Eigentum.

Wir nehmen immer nur unser eigenes Selbst wahr. Selbst wenn wir verliebt sind, achten wir nur auf uns selber. Sonst könnte sich Liebe niemals in Unglück verwandeln. Liebe könnte der Himmel sein, sie wird aber zur Hölle, weil sogar Liebende nur mit sich selbst beschäftigt sind. Der andere wird deshalb geliebt, weil er dir Glück beschert. Der andere wird deshalb geliebt, weil du dich mit ihm wohl fühlst. Aber der andere wird nicht deshalb geliebt, weil er oder sie etwas Wertvolles an sich sind. Der Wert des Geliebten bemisst sich an dem Vergnügen, das er dir bringt. Nur deshalb, weil du Genugtuung und eine gewisse Befriedigung verspürst, ist dir der Andere wichtig geworden.

Versuche einmal täglich eine Stunde mit etwas Lebendigem empathisch und mitfühlend zu sein. Setze dich an einen Baum und spüre, wie sich der Baum anfühlt. Der Wind frischt auf und der ganze Baum beginnt sich zu schütteln und zu beben. Spüre das Schütteln und Beben in dir. Wenn die Sonne aufgeht und der ganze Baum zu Leben erwacht, fühle diese Lebendigkeit in dir. Der Baum ist lebendig, er fühlt. Wenn du eins mit ihm wirst, dann wirst du das am eigenen Körper erfahren. Ebenso wie du dich in jedem Moment veränderst, ändert sich auch der Baum.

Anfangs wirst du dir dabei albern vorkommen und vielleicht denken: Was mache ich hier? Aber das ist nur am Anfang so. Sobald du diese Welt betreten hast, in der alles Leben gefühlt werden kann, wird dir die gewohnte Welt verrückt vorkommen. Das Leben schenkt mit vollen Händen und wir bekommen nichts davon mit, weil wir so verschlossen und mit uns selbst beschäftigt sind. Wir lassen das Leben nicht in uns hinein. Das Leben kann nur zu uns kommen, wenn wir uns ins Leben begeben.


Osho, Das Buch der Geheimnisse

--> Anregungen von Osho zum Thema leichtes, meditatives Sterben

Freitag, 30. Mai 2008

Meditation für stille Minuten

Liebe ist Nahrung. Wenn du Hunger hast, dann isst du. Wenn du Liebe brauchst, mache die folgende Meditation. Sie dauert zehn Minuten und gibt neue Lebens- und Liebeskraft.

Erinnere dich an die Liebe

Tipps

Begib dich in eine Position, in der du gerne meditierst.

Entspanne dich, atme bewusst und suche deinen Schwerpunkt. Erinnere dich an eine Situation, in der du ganz stark das Gefühl der Liebe hattest. Spüre dieser Empfindung nach, du wirst sie in dir erkennen können. Konzentriere dich auf diese Liebe.

Alle anderen Gedanken, die auftauchen, sind jetzt unwichtig. Du verdrängst sie nicht, aber du hältst sie auch nicht fest, sondern richtest deine ganze Aufmerksamkeit auf die Liebe, die in dir ist. Du spürst diese Liebe und du spürst, wie diese Liebe wächst. Sie füllt dich unterdessen ganz aus. Du bist Liebe, nichts als Liebe.

Deine Liebeskraft ist damit noch nicht erschöpft. Du spürst eine allumfassende Liebe, die aus dir hinausströmt, alles berührt, alles umhüllt. Lasse diese universale Liebe fließen. Sie füllt alles aus. Alles ist Liebe.

Kehre nach zehn bis 15 Mínuten aus dieser Meditation zurück, indem du tief ein- und ausatmest, dich räkelst und streckst und dann die Augen öffnest.


Osho

Die Sekunden Meditationen von FindYourNose.com

Montag, 26. Mai 2008

Wutenbrannt? Sei wie tot

Nirgends sonst kann man so wütend werden, wie in einer Beziehung. Hier eine Meditations Technik aus dem Tantra, bei der der nächste Wutanfall vielleicht zu einem weiterführenden Experiment dienen kann.

Unbewegt von E-Motion

Tipps

Lege dich hin wie tot. Wutentbrannt, verharre so.

Lege ich hin wie tot ... Versuche es: Plötzlich bist du tot. Verlasse den Körper! Bewege ihn nicht: denn du bist tot. Stelle dir einfach vor, dass du tot bist. Du kannst den Körper nicht mehr rühren, du kannst die Augen nicht bewegen, du kannst nicht weinen, du kannst nicht schreien, du kannst gar nichts tun. Du bist einfach tot. Und dann sieh, wie sich das anfühlt. Aber du darfst dich nicht betrügen. Das ist möglich – du kannst mogeln, aber das sollst du nicht. Wenn eine Fliege kommt, dann musst du den Körper wie tot behandeln.

Das Sutra sagt: „Wutentbrannt, verharre so.“ Wenn du dich wütend fühlst, bleibe so. Wenn du traurig bist. Bleibe so. Wenn du Angst hast oder dich fürchtest, bleibe so. Du bist tot und kannst nichts tun, verharre also darin. Egal, was für Gedanken kommen, der Körper ist tot und du kannst einfach nichts tun.

Diese Meditationstechnik ist wunderschön. Wenn du ein paar Minuten so verharren kannst, wirst du plötzlich fühlen, wie sich alles verändert.

Doch wir fangen normalerweise an, uns zu bewegen. Wenn sich in uns eine Emotion rührt, regt sich der Körper sofort. Darum heißt es „Emotion“: Sie erzeugt „Motio“ – Bewegung – im Körper. Wenn du wütend bist, fängt dein Körper plötzlich an, sich zu bewegen. Bist du traurig, bewegt sich der Körper. Darum heißt es „Emotion“ – weil sie im Körper Bewegung hervorruft. Fühle dich wie tot und erlaube keiner Emotion, den Körper zu bewegen. Lass sie da sein, aber du „verharre so“ – unbeweglich, tot. Was immer da ist – keine Bewegung. Bleibe so! Keine Bewegung!


Osho, Das Buch der Geheimnisse

--> weitere Meditationstechniken von Osho auf FindYourNose.com

Donnerstag, 22. Mai 2008

Eine Meditationstechnik für Liebende

Die folgendeTechnik ist für herzorientierte Menschen und Liebespaare. Der Kopf denkt dauernd darüber nach, wie er mehr bekommen kann. Das Herz sucht nur danach, wie es mehr geben kann. Das Herz ist warm, es kalkuliert nicht.

Den Anderen im Herzen empfangen

Tipps

Die überlieferte Schrift dieser Meditationstechnik aus dem Tantra heißt:

"Du Glückliche, wenn alle Sinne im Herzen aufgelöst sind, erreiche das Zentrum des Lotus."

Versuche zunächst, deine Sinne im Herzen zu empfangen. Stelle dir vor, dass jeder Sinn bis tief ins Herz eindringt und von ihm ganz aufgenommen und aufgelöst wird.

Das Herz ist wie ein Lotus. Jedes Sinnesorgan öffnet den Lotus, jeder Sinn ist ein Blütenblatt des Lotus.

Dieser Lotus des Herzens wird dich zentrieren. Wenn du wirklich total im Herzen aufgehst und der Verstand aufgehört hat zu arbeiten, dann falle hinunter zum Nabel.

Bist du erst einmal im Nabel aufgelöst, dann befindest du dich in einem Zustand jenseits des Herzens. Du bist nun im Hara, welches der Ursprung von Allem ist.




Die Technik für zwei Liebende

Erste Phase: Setzt euch gegenüber und hört etwa 10 Minuten lang sanfter Musik zu. Hört der Musik mit dem Herzen zu, so, als hättet ihr keinen Kopf mehr. Lasst den Oberkörper mit den Klängen leicht mitschwingen. Ihr könnt dabei das Herz mit der Hand berühren. Die Augen sind geschlossen.

Zweite Phase: Öffnet die Augen und nehmt den Anderen mit allen Sinnen wahr. Seht ihn an, berührt ihn, riecht ihn. Was ihr wahrnehmt, lasst direkt ins Herz fließen. Fühlt wie die Hand das ausgestreckte Herz ist, das den Geliebten, die Geliebte berühren möchte. Nehmt euch Zeit.

Dritte Phase: Steht auf und bewegt euch für etwa 10 Minuten zur Musik. Erlaubt den Sinneseindrücken durch das Herz zum Nabel zu wandern und sich in diesem allumfassenden Zentrum aufzulösen.

Vierte Phase: Setzt oder legt euch hin. Bewegt euch nicht und seid 10 Minuten lang still.

Diese Meditation kann auch alleine gemacht werden. Anstelle eines geliebten Menschens berühre etwas Lebendiges, ein Tier, eine Blüte, einen Baum. Schließe die Augen und fühle eine Kommunikation vom Herzen zur Erde.

Osho, The Book of Secrets

---> Meditations-Tipps für Liebende

Montag, 19. Mai 2008

Vom Sex zur unberührten Stille

In dieser Meditationstechnik aus dem Buch der Geheimnisse benutzen wir unsere größten Sehnsüchte dazu, zu unserem inneren Zentrum zu gelangen. Das Verlangen weist den Weg zur Stille.

Mitten im größten Verlangen - wende dich ab

Tipps

Die Weisheit stammt aus der hinduistischen Tradition des Tantra: "Wenn ein Begehren auftaucht, schaue ihm zu. Dann wende dich plötzlich ab."

Du spürst ein Verlangen – einen Wunsch nach Sex, eine Sehnsucht nach Liebe, nach Essen, egal nach was. Du hast ein Verlangen ... Betrachte es. Das bedeutet, nicht darüber nach zu denken. Nicht dafür zu sein, noch dagegen. Schau dir das Verlangen einfach genau an und finde heraus, was es ist.

Unglücklicherweise gehört das zu den Dingen, die am schwersten fallen. Bleibe bei den Tatsachen – sei wach und aufmerksam für das, was geschieht. Wenn du ein sexuelles Verlangen spürst, was geht in dir vor? Sieh wie du fiebrig wirst, wie dein Körper zu zittern beginnt, wie dich ein plötzlicher Wahn überkommt, wie du das Gefühl hast, von etwas Fremden besessen zu sein. Fühle es, schaue ihm zu und komme zu keinerlei Urteil dabei. Lasse dich einfach auf die Tatsache ein, die Tatsache des sexuellen Verlangens.

Und dann kommt der zweite Teil, der ist wirklich schön. Dann plötzlich wende dich ab.“ „Plötzlich“ – nicht vergessen! Sag nicht: „Sexuelle Gier ist nicht gut, also werde ich sie lassen. Ich werde diese Sehnsucht nicht zulassen und sie abwürgen und unterdrücken.“ Dann ist Verdrängung das Ergebnis, aber kein meditativer Geisteszustand. Wenn du verdrängst, dann heißt das nur, dass du dein Wesen und Denken in die Irre führst.

Wende dich statt dessen einfach ab. Was wird dann passieren? Ein Verlangen ist da. Du hast es nicht unterdrückt und es ist auf dem Weg nach draußen. Es steigt auf, es hat dein ganzes Wesen in Aufruhr versetzt. Wirklich, wenn du ein Verlangen ohne es zu verurteilen betrachtest, dann wird dein ganzes Sein zu einem einzigen Verlangen. Wenn du dann einfach sagen kannst: “Ich wende mich davon ab“, dann passiert eine Abtrennung. Dein Körper, dein entflammter Körper, dein von sexuellem Verlangen erfüllter Körper und du – ihr werdet plötzlich zweierlei. In einem kurzen Moment liegen Welten zwischen dem Körper und dir. Der Körper wand sich eben noch vor sexueller Leidenschaft und das stille Zentrum hat ihm zugesehen. Du wendest dich jetzt vom Körper ab, ohne Kampf, und so kommt es zur Abtrennung. Wenn du mit dem Verlangen kämpfst, dann bist du nicht getrennt, dann wirst du eins mit dem Objekt. Wenn du dich einfach abwendest, dann findet die Trennung statt. Du wirst zum stillen Zentrum.

Osho, The Book of Secrets

--> weitere Meditationstechniken zum Thema Lieben

Donnerstag, 15. Mai 2008

Die richtige Meditationstechnik klickt

Spiele ein wenig mit verschiedenen Meditationstechniken herum. Die richtige Methode wird eine kleine Explosion in dir verursachen und du wirst wissen: „Das ist genau das Richtige für mich.“ Aber Ausprobieren ist notwendig. Dann wird eines Tages eine bestimmte Methode klicken. Zum Beispiel die Folgende?

Ohne Kopf und liebevoll

Tipps

Nimm diese Meditationstechnik und probiere sie mindestens drei Tage lang aus. Wenn sie dir ein bestimmtes Gefühl von Wohlbefinden verursacht, oder ein Gefühl, dass sie für dich bestimmt ist, dann mache sie wirklich ernsthaft. Dann vergiss alle anderen Techniken. Dann spiele nicht mehr herum, bleibe bei dieser einen Technik mindestens drei Monate lang.

Versuche ohne Kopf zu sein. Visualisiere dich, als ob du keinen Kopf mehr hättest. Bewege dich ohne Kopf. Das klingt absurd, aber es ist eine der wichtigsten Übungen. Anfangs wird es nur „als ob“ sein und sich komisch anfühlen. Aber nach und nach wirst du dich im Herzen zentrieren. Dann wirst du durch die Welt gehen und durch das Herz sehen und nicht durch das Denken.

Stelle dich vor einen Spiegel in deinem Badezimmer, schaue dir tief in die Augen und fühle, dass du von deinem Herzen aus siehst. Nach und nach wird dein Herzzentrum zu funktionieren beginnen. Und wenn das Herz funktioniert, dann verändert das deine ganze Persönlichkeit, deine ganze Struktur, alle Gewohnheiten, denn das Herz geht seinen eigenen Weg.

Das Zweite:
Sei liebevoller, denn Liebe kann nicht durch den Kopf passieren. Es ist nicht einfach von deinem hohen Ross herunter zu kommen. Wenn du ein Geschäftsmann bist, dann bist du selbst im Bett noch ein Geschäftsmann. Wenn du liebevoll wirst, dann fällst du aus dem Kopf ins Herz und du bist Geschäftsmann nur dann, wenn es zur Situation passt. Wenn ich also sage, sei liebevoller, dann meine ich, dass du die Qualität deiner Beziehungen verändern sollst. Lass sie alle auf Liebe basieren. Nicht nur die mit deiner Frau oder deinem Mann oder deinen Kindern und Freunden, sondern sei liebevoller dem Leben gegenüber. Entwickle eine liebevolle Haltung gegenüber dem Leben.

Wunder geschehen durch Meditationstechniken. Nur muss eine Technik genau die Richtige für dich sein. Wenn die Technik nicht für dich ist, dann passiert nichts. Dann kannst du sie drei Leben lang machen und nichts wird passieren. Wenn es deine Methode ist, dann mögen sogar nur drei Minuten genügen.


Osho, Meditation: The First and the Last Freedom

Dienstag, 13. Mai 2008

Arbeitsdruck loswerden

Wie kann sich der Druck lösen, der uns in der Arbeit belastet? Die Lösung liegt nicht im Außen, sondern bei uns selbst. Man muss sich absichtlich und bewusst in meditative Momente hineinbegeben.

Eine Stunde täglich für sich selbst

Tipps

Wenn eine Person nicht wenigstens eine Stunde am Tag meditiert, dann wird Neurose in ihrem Leben kein Zufall sein; sie wird sie sich selbst erschaffen. Eine Stunde am Tag sollte ein arbeitender Mensch von der Welt verschwinden und in sein eigenes Wesen eintauchen.

Eine Stunde lang sollte man so alleine sein, dass nichts mehr in einen hineinkommt - keine Erinnerung, kein Gedanke, keine Vorstellung. Eine Stunde lang am Tag soll das Bewusstsein ohne Inhalt sein.

Das verjüngt und erfrischt. Es setzt neue Energiequellen frei. Wieder zurück in der Welt wird man jünger, frischer und lernfähiger sein, mit mehr Staunen in den Augen und mehr Ehrfurcht im Herzen.

Wir stehen unter dem Druck lebenslang lernen zu müssen. Gleichzeitig besteht die alte Angewohnheit, nicht dazu lernen zu wollen und nichts mehr aufnehmen zu können und das treibt die Menschen in den Wahnsinn.

Der moderne Verstand ist völlig überladen und überlastet, weil niemandem mehr Zeit gelassen wird, die vielen Eindrücke zu verdauen und sie in das eigene Wesen zu integrieren.

Das ist der Punkt, wo der Meditation eine so bedeutsame Aufgabe wie niemals zuvor zukommt. Wenn dem Verstand keine Zeit gegeben wird, in Meditation zu ruhen, dann unterdrücken wir all die Botschaften, die ständig in uns einfließen. Wir weigern uns, dazu zu lernen. Wir sagen, wir haben keine Zeit.

Dann beginnen sich die Eindrücke und Botschaften anzuhäufen. Es entsteht Druck.

Wenn du nicht genügend Zeit hast, auf die Botschaften zu hören, die dein Denken ständig empfängt, dann beginnen sie sich anzuhäufen, genau wie Akten, die sich auf deinem Tisch aufstapeln - ein Stoß von Briefen, der sich auf deinem Tisch aufstapelt, weil du nicht genug Zeit hast, sie zu lesen und zu beantworten.

Genau so wird dein Denken überhäuft: So viele Akten, die darauf warten, dass du endlich in sie hineinschaust, so viele Briefe, die gelesen werden sollen, die beantwortet werden sollen, so viele Herausforderungen, die angenommen werden müssen, denen du dich stellen solltest.

In deinem Verstand wartet eine Schlange an zu erledigenden Aufgaben, die immer weiter wächst. Je länger die Schlange wird, desto weniger und immer weniger Raum hast du selbst. Je länger die Schlange, desto mehr und mehr Lärm ist in dir, denn alles, das du angehäuft hast, ruft nach deiner Aufmerksamkeit.

Osho, aus einer unbekannten Quelle

--> Mehr Meditationstechniken für entspanntes, meditatives Arbeiten

Samstag, 10. Mai 2008

Die Kunst des Zuhörens

Meditation lässt sich ganz einfach im täglichen Leben praktizieren - beim Zuhören! Wenn jemand zu dir spricht, höre ihm aufmerksam und vom Herzen aus zu. So, als ob du eine Sinfonie genießt...

Still, vom Herzen zuhören

Tipps

Wenn du dem Anderen still zuhörst, dann hörst du mit dem Herzen zu. Das verwandelt dein Wesen. Das Herz versteht die wesentliche Botschaft ganz leicht. Das Denken hört nur die Worte, doch die wahre Nachricht liegt zwischen den Worten. Diese zu hören, dazu ist nur das Herz fähig.

Wenn du beim Zuhören vom Herzen noch ein wenig tiefer nach Innen fällst, dann begegnest du deinem Wesen. Das Herz ist die Tür zu deinem Wesen und dein Wesen öffnet die Tür zum kosmischen Sein.

Du kannst allem zuhören. Höre dem Wind zu, wie er durch die Nadelbäume streicht. Mit der gleichen Stille mit der du einem Musikstück von Mozart zuhörst, kannst du Vogelgezwitscher zuhören. Das ganze Universum drückt das Dharma aus. Nur der Zuhörer fehlt.

Die Kunst der Meditation ist,
mit deinem ganzen Wesen zuzuhören.

In diesem Moment,
in dieser Stille,
fallen deine Begrenzungen,
deine Verteidigungsmechanismen,
und du wirst eins.

Höre so tief zu, dass du verschwindest
und nur das Wesentliche und Ewige in dir bleibt.

Osho, The Miracle #7

--> Viele der Techniken kann man in Samarpans Meditationsseminaren ausprobieren

Freitag, 9. Mai 2008

Werde zur Freude

Die Freude ist groß: "Da ist doch meine liebe Freundin aus alten Wohngemeinschaftszeiten ..." Jetzt ist die Chance für erhöhtes Bewusstsein! Eine einfache und wirksame Meditationstechnik aus dem Tantra.

Vertiefung von Glück

Tipps

Wenn du mit Freuden einen Freund nach langer Abwesenheit wieder siehst, dann gehe ganz in dieser Freude auf.


Plötzlich triffst du einen Freund wieder, den du seit vielen Tagen oder Jahren nicht mehr gesehen hast. Eine plötzliche Freude ergreift dich. Deine Aufmerksamkeit richtet sich dann normalerweise auf den Freund und nicht mehr auf deine Freude. Damit lässt du dir etwas entgehen. Die Freude wird schnell verflogen sein. Du wirst zu reden beginnen, dich an alle möglichen erlebten Gemeinsamkeiten erinnern, doch deine Freude hast verpasst und sie wird schnell verflogen sein.

Wenn du einen Freund wieder siehst und plötzlich Freude in deinem Herzen aufsteigen fühlst, dann richte deine Aufmerksamkeit ganz auf diese Freude. Fühle sie und werde zu ihr. Begegne dem Freund, während du gleichzeitig bewusst bleibst und von deiner Freude erfüllt bist. Lasse den Freund außerhalb von dir am Rande sein, während du in deinem Glücksgefühl zentriert bleibst.

Dasselbe kann man auch in vielen anderen Situationen tun. Die Sonne geht auf, und du spürst etwas in deinem Inneren mit ihr aufgehen. In diesem Moment vergiss die Sonne – lasse sie Randerscheinung sein, während du dich in deinem Gefühl aufsteigender Energie zentrierst. Im selben Moment, da du die freudige Energie wahrnimmst, wird sie sich über deinen ganzen Körper ausdehnen und zu deinem Wesen werden. Sei nicht getrennt von der Wahrnehmung, sondern verschmelze damit. Es gibt sehr wenige Momente, in denen du Freude, Glück oder Seligkeit empfindest, aber sie entwischen dir alle, weil du dich in dieser Situation auf das Objekt ausrichtest, das dir die Freude gebracht hat. Sich eines Glückes bewusst zu werden, vertieft es.

Osho, The Book of Secrets

Für Leute ohne Zeit: die Sekunden Meditation

Mittwoch, 7. Mai 2008

Mache NUR, was dich erfreut

Die folgende Meditationstechnik ist das Höchste an Rebellion was mir begegnet ist – nichts ist gefährlicher und lebendiger als diese Technik. Probiere die Meditation aus und Feier-Tage werden nicht langweilig, das ist garantiert!

Rebellisches für Feiertage

Tipps

Anfangs sieht diese Meditationstechnik sehr schwierig aus. Aber sie wird einfach, wenn du sie einmal ausprobierst. Mache nur das, was dich erfreut. Wenn du etwas nicht genießt, dann mache es nicht. Probiere es aus. Freude kommt aus deinem Zentrum. Wenn du etwas machst, was dich nicht befriedigt, dann bist du von deinem Zentrum abgetrennt. Freude kommt aus dem Zentrum und von nirgendswo sonst. Lege diese Technik deinem Leben zugrunde und sei richtig fanatisch damit.

Du gehst über die Straße und plötzlich bemerkst du, dass dir das Gehen keinen Spaß mehr macht. Halte an. Schluss damit! Es ist keine Freude dabei, also wird es nicht gemacht. Ich habe diese Übung in meinen Tagen in der Universität praktiziert und die Leute dachten, ich sei verrückt. Plötzlich hörte ich auf zu gehen und stand mehr als eine halbe Stunde an der gleichen Stelle, solange, bis es mir wieder Freude machte, weiter zu gehen. Nach und nach wurde diese Technik zum Schlüssel. Ich erkannte, dass, wann immer ich etwas mit Freude machte, ich auch gleichzeitig zentriert dabei wurde. Vergnügen hat den gleichen Ton wie zentriert sein. Dagegen ist man aus dem Zentrum gefallen, wenn etwas aus Pflicht und Gewohnheit gemacht wird.

Wenn die Leute denken, du bist verrückt, dann lass sie das denken. In ein paar Tagen wirst du durch deine eigene Erfahrung wissen, wie lange du dich selbst in deinem Zentrum verpasst hast. Du hast tausend und eine Sachen gemacht, die dich nie wirklich erfreut haben und du hast sie trotzdem gemacht, weil dir das so beigebracht wurde. Du hast einfach das getan, was die anderen von dir erwarteten.

Dein Zentrum ist für dich erreichbar, wenn du warm bist. Wenn du fließend bist, wenn Liebe und Freude in dir beglückt tanzen. Du hast die Wahl. Mache nur Dinge, die dich WIRKLICH freuen. Und wenn sie es nicht mehr tun, dann höre damit auf. Finde etwas Neues, was dich erfreut. Irgendetwas gibt es immer, das dir Freude machen wird. Du liest die Zeitung und mitten drin bemerkst du, dass du eigentlich keinen wirklichen Spaß daran hast. Dann höre damit auf, warum solltest du sonst Zeitung lesen? Wenn du dich mit jemandem unterhältst und bemerkst, dass du dich nicht darüber freust... du hast gerade einen Satz angefangen ... halte sofort an. Die Unterhaltung freut dich nicht und du hast keine Verpflichtung weiter zu reden. Am Anfang sieht es ein wenig verrückt aus. Aber das macht nichts. Probiere es eine Zeitlang aus.

Bleibe nicht in Verpflichtungen hängen, werde fließend. Lasse deine Energie fließen, lasse sie mit anderen Energien zusammentreffen, die um dich herum sind. Bald wirst du verstehen, dass es nicht darum geht, ganz und zentriert zu sein. Das Problem war lediglich, dass du vergessen hattest, wie du fließen und beweglich bleiben kannst. Wenn deine Energie fließt, dann bist du plötzlich ganz.


Osho, The Discipline of Transcendence, Vol.4 #4

Für Leute ohne Zeit: die Sekunden Meditation

Samstag, 3. Mai 2008

Ein wortloses Experiment

Einmal ein Experiment beim Arbeiten machen: Dinge verrichten, ohne innerlich zu sprechen. Einfach das tun, was man tut, ohne innerlich zu kommentieren. Es lohnt sich, zu üben, auf Worte zu verzichen, Innerlich mit sich selbst, wie auch im Außen mit anderen Menschen.

Auf Worte verzichten und still werden

Tipps

Der Mensch ist von Worten gefangen, sein ganzes Problem ist die Sprache. Unterhalb der Sprache ist die Welt der Tiere und jenseits der Sprache ist die Welt der Götter. Zwischen beiden ist die Welt des Menschen, die Welt der Sprache, der Worte - der Philosophien, alter Schriften, Theorien und Ideologien. Der Verstand besteht aus Worten. Das Wort ist der Baustein, aus dem der Palast des Verstandes erbaut ist, sein Material.

Langsam, ganz langsam sollte man auf alle Worte verzichten und still werden. Und das ist gar nicht so schwierig, wenn du einmal versucht hast, dich in diese Richtung zu bewegen, geschieht es von allein. Wenn alle Worte verschwunden sind, wenn du nicht denkst, sondern bist - wenn kein Gedanke deinen Kopf bewölkt, bist du wirklich reine Bewusstheit, unbewölkt, ein wolkenloser Himmel. Wenn kein Gedanke mehr da ist, bewegt sich nichts mehr, es weht kein Wind mehr, alles ist ruhig und still. In dieser Stille dringt man in die Wirklichkeit vor, man kann die Wirklichkeit nicht denken. Du kannst sie sehen, aber du kannst nicht über sie nachdenken, denn wenn man über sie nachdenkt, entfernt man sich mehr und mehr von ihr. Was auch immer du denkst, ist falsch. Denken ist falsch.

Du siehst eine Rose. Was kannst du über sie denken? In dem Moment, in dem du sagst, sie ist sehr schön, hast du dich weit von ihr entfernt, von ihrem So-Sein, von ihrer Wirklichkeit. Dein Verstand hat sich eingeschaltet, er sagt, sie ist schön. Das Wort schön bringt viele Assoziationen mit sich, eine Kette beginnt. Du vergisst die Rose, du denkst an einen Mann, den du schön fandest, ein Gedicht, dass du schön fandest. Die Blume hast du vergessen, du bist in einen Gedankenzug eingestiegen, der endlos ist. Man weiss nie, wo man damit landet.

1) Wenn du nah bei einer Blume bist, sei einfach mit ihr. Lass kein Wort zwischen dich und die Blume treten: Sieh das, was ist. Schau nur, ganz aufmerksam und bewusst, und lass alle Gedanken beiseite. In dieser Gedankenpause wird die Rose dir ihre Schönheit offenbaren. Das ist Meditation, eine Meditation über eine Rose.

2) Meditiere über den Mond, meditiere über einen Freund. Schau in seine Augen und denke nicht dabei.

3) Schau manchmal dein eigenes Gesicht im Spiegel an und denke nicht dabei - schau einfach nur. Lass deinen Blick stark, kräftig und durchdringend sein, aber denke nicht dabei.

Langsam, ganz langsam werden Pausen voller Stille entstehen, und diese Pausen bringen eine neue Brise in dein Sein.


Osho, Let Go! #8

Donnerstag, 1. Mai 2008

Seligst Einschlafen

Die Zeit vor dem Einschlafen ist wichtig. Das, was wir dann denken, wird uns durch den Schlaf begleiten. Der Zustand, in dem wir vor dem Einschlafen sind, wird die nächsten Stunden beeinflussen.

In göttliche Hände fallen

Tipps

Wenn du in der Nacht schlafen gehst, stelle dir einfach vor, dass du in göttliche Hände fällst … als ob die göttliche Existenz dich unterstützt, dass du in ihrem Schoß liegst, während du einschläfst.

Visualisiere es einfach und schlafe ein. Behalte dies bei und stelle es dir vor, wenn der Schlaf kommt, damit die Vorstellung in den Schlaf übergeht. Die Seligkeit und der Schlaf sollen miteinander verschmelzen.


Osho, The Passion for the Impossible

Montag, 28. April 2008

Meditation auf Reisen

Im Auto fahren, in der schaukelnden Bahn sitzen, im ruckelnden Flugzeug ... -- das sind gute Gelegenheiten für Meditation. Ohne Widerstand gehe mit den Bewegungen des Fahrzeugs mit. Eine Weisheit aus dem Tantra.

Zentrierung beim Fahren und Warten

Tipps

Während du in einem Fahrzeug fährst, wiege dich rhythmisch mit - und erfahre!

Wenn du diese Technik machen willst, leiste keinen Widerstand, sondern gehe mit den Fahrbewegungen mit, wiege dich mit. Werde Teil des Zuges oder des Autos, gehe nicht dagegen an. Was immer das Fahrzeug für Bewegungen macht, werde eins mit ihm.

Leiste keinen Widerstand. Gehe rhythmisch mit und mache aus der Bewegung eine Musik, einen Tanz. „Wiege dich rhythmisch, wenn du in einem Fahrzeug fährst – und erfahre!“ Die Weisheit sagt, dass die Erfahrung von Meditation dann zu dir kommt.

Osho, Das Buch der Geheimnisse

Für Leute ohne Zeit: die Sekunden Meditation

Gehe in der Umarmung auf


Tipps

Während des Liebesspiels gehe in der Umarmung auf, als ob das Leben ewig währet.

Stehe bei der Liebe nicht daneben, sondern werde zum Lieben und gehe in die Ewigkeit ein. Wenn du jemanden liebst, bist du dann noch als der Liebende da? Wenn ja, dann befindest du dich in der Dimension von Zeit und die Liebe ist unecht, nur pseudo. Wenn du immer noch da bist und sagen kannst, „Ich bin“, dann mögt ihr euch zwar körperlich nahe sein, aber spirituell seid ihr meilenweit von einander entfernt.

Wenn du liebst, bist du nicht mehr da, sondern nur Liebe, nur das Lieben selbst. Werdet zum Lieben. Wenn du den Geliebten oder die Geliebte umarmst, werde zur Umarmung. Wenn du küsst, sei weder Küssender noch Geküsster. Werde zum Kuss. Vergiss das Ego vollkommen: Löse es im Liebesakt auf. Geh so tief in den Akt hinein, dass der, der tut, nicht mehr ist.

Sex darf nicht Sex bleiben, er muss zu Liebe verwandelt werden. Und Liebe darf auch nicht Liebe bleiben. Sie muss zu Licht verwandelt werden, zu meditativer Erfahrung, zum letzten, höchsten, mystischen Gipfel. Wie kann man die Liebe verwandeln? Sei der Akt selbst und vergiss denjenigen in dir, der tut.

Wenn du liebst, sei die Liebe – einfach Liebe. Dann ist es nicht deine Liebe oder meine Liebe oder die Liebe von sonst jemandem. Es ist einfach Liebe. Wenn du nicht da bist, wenn du der ursprünglichen Quelle oder Strömung ausgeliefert bist und dann liebst, dann bist nicht du es, der liebt. Wenn die Liebe dich verschlungen hat, bist zu verschwunden. Du bist zu reiner, strömender Energie geworden.

Osho, The Book of Secrets

Weitere Tantra Techniken --->