Sonntag, 12. Juli 2009

Latihan Meditation

Entspannende, aktive Meditationstechnik

Latihan-meditation


"Latihan ist eine empfehlenswerte Meditationstechnik aus Indonesien, die der Dynamischen Meditation nahe kommt. Im Latihan gibst du dich völlig der Existenz hin. Du lässt deinen Körper von selbst bewegen - nicht, indem du ihn über Gedanken steuerst, sondern, indem er sich durch eine universelle Kraft bewegen lässt."


Anleitung zur Latihan Meditation

40 Minuten den Körper von selbst bewegen lassen

"Stehe entspannt in einem leeren Raum, die Augen sind geschlossen. Warte. Plötzlich fühlst du, wie sich deine Hand bewegt. Oder dein Kopf. Verhindere es nicht, gehe mit der Bewegung mit. Mache die Bewegung aber auch nicht größer als sie ist, sonst wirst du wieder zum Macher.

Latihan ist Loslassen. Deine Körperenergie fällt in Harmonie mit der universellen Energie und dadurch geschehen bestimmte Dinge in deinem Körper: Du magst zu tanzen beginnen, du magst dich im Kreis drehen, deine Hände bewegen sich vielleicht oder deine Beine. Vielleicht beginnst du Worte zu sprechen, deren Bedeutung du nicht verstehst oder die überhaupt keine Bedeutung haben.


Sich nicht einmischen, wie verrückt sein

Du mischt dich nicht ein, weder um den Prozess zu kontrollieren, noch, um ihn zu unterstützen. Alles würde stören. Du lässt alles sein. Beim ersten Mal wird es verrückt aussehen. Genauso, wie du immer vor Verrücktsein Angst hattest, so wirst du dich auch jetzt fürchten, denn du wirst wirklich wie verrückt sein. Plötzlich streckst du ohne Grund deine Zunge heraus, du bewegst deinen Kopf ohne Absicht, du springst und tanzst und machst lauter komische Dinge, von denen du niemals gedacht hättest, dass du sie jemals tun würdest.


Unbedingt im Beobachten bleiben

Nur 40 Minuten lang in diesem gelösten Zustand werden dir ein großartiges Wohlgefühl geben. Nichts sonst kann dich so gut fühlen lassen.

Doch du musst noch etwas hinzufügen. Dynamische Meditation ist Latihan plus noch etwas mit dabei. In Latihan bist du völlig weg, ohne Bewusstsein. In der Dynamischen Meditation bleibst du im Beobachten. Das ist etwas anderes, als ein Macher zu sein. Dränge dich nicht zu irgendeiner Handlung, zwinge dich zu nichts und verhindere nichts, nimm einfach nur wahr, was passiert. Das fehlt im traditionellen Latihan, das Beobachten. Ohne bewusst zu bleiben kann Latihan gefährlich sein.


Gefahren der Latihan Meditation

Nicht mehr aufhören können, sich erschöpfen, verrückt werden

Wenn du in der Latihan Meditation unbewusst wirst, kannst du nach 40 Minuten vielleicht nicht mehr aufhören. Der energetische Wirbelwind mag zu überwältigend sein. Vielleicht wirst du dich völlig ausbrennen, wenn du es länger als 40 Minuten machst. Wenn du dich so erschöpfst, dann wird es dich ohnmächtig werden lassen, anstatt dir ein Wohlgefühl zu geben. Wenn du aus der Unbewusstheit aufwachst, wird dich der Körper schmerzen und du fühlst dich, als ob du dich übergeben müsstest. Du wirst dich nicht gestärkt wieder finden, sondern geschwächt. Und manchmal werden die Leute verrückt dabei – sie können nicht mehr damit aufhören.

Wenn du während der 40 Minuten Latihan nicht bewusst beobachtet hast, dann passiert dir Latihan vielleicht plötzlich auf der Straße, in einem Geschäft oder irgendwo sonst. Dann bist du nicht mehr Herr der Meditationstechnik, denn du bist nicht bewusst geblieben. Latihan ist eine gute Methode, doch das Beobachten muss mit dabei sein, damit du aufhören kannst, wenn du möchtest und es nicht irgendwann und irgendwo einfach passieren kann. Wenn Bewusstsein mit dabei ist, dann entlässt der Körper durch Latihan die Anspannungen, die er angesammelt hat.


Die zweite Wohltat der Meditationstechnik

Klar zu sehen: Ich bin nicht der Körper!

Diese 40 Minuten Beobachten sind noch aus einem weiteren Grund wichtig:
Du wirst einfacher sehen können, dass du nicht der Körper bist. Du kontrollierst den Körper nicht, du tust gar nichts. So kannst du sehen, dass seine Bewegungen nichts mit dir zu tun haben, er verhält sich auf seine eigene Weise. Wenn du das siehst, kannst du dich leichter von der Idee ablösen, dass du der Körper bist. Das passiert in der Dynamischen Meditation, darum steht die Dynamische Meditation über der Latihan Meditation.

Latihan ist eine alte Methode. Sie kann jemandem helfen, der nicht viel Anspannung in seinem Körper hat und der kaum Gedanken unterdrückt, doch heutzutage gibt es solche Menschen nur selten. Heutzutage ist jeder voller Spannungen. Latihan war noch vor wenigen Jahren eine weltweite Bewegung, doch ist sie nun nach und nach wieder verschwunden. Sie musste verschwinden, denn sie erschuf mehr Probleme als sie löste. Latihan machte mehr Leute verrückt als ihnen zu helfen.


Totale Entspannung des Körpers und Erfahrung von Bewusstheit

Es ist gut, den Beobachter beizubehalten, der dich jederzeit davon abhalten kann, verrückt zu werden. Bewusstheit ermöglicht dir, mit Meisterschaft die Kontrolle zu behalten, damit Latihan nicht irgendwo, an einem beliebigen Ort passiert. Mit Bewusstheit ausgeführt, wird Latihan deinem Körper sehr gut tun. Und für dich sind 40 Minuten bewusstes Wahrnehmen eine große Wohltat.

Latihan wird bald vergessen sein, doch Bewusstheit wird für immer bleiben. Sie ist deine Natur."


Osho, Zitat-Auszug aus The Path of the Mystic #3



Meditationstechniken mit Phasen von Latihan

OSHO Devavani Meditation
OSHO Gourishankar Meditation
OSHO Dynamische Meditation
OSHO Mahamudra Meditation

Freitag, 3. Juli 2009

Meditationstechnik: Liebe atmen

Liebe ist wie der Atem


Prana-atem-meditation

Liebe ist immer neu. Sie wird niemals alt, denn sie sammelt nichts an, sie kennt keine Vergangenheit. Sie ist immer frisch, so frisch wie die Tautropfen. Sie lebt von Moment zu Moment. Sie ist nicht teilbar. Sie hat keine Kontinuität, sie kennt keine Tradition. Jeden Moment stirbt die Liebe und jeden Moment ist sie neu geboren. Sie ist wie der Atem: Du atmest ein, du atmest aus. Dann atmest du wieder ein und atmest wieder aus. Du sammelst innen nichts an.


Liebe atmet ein und aus...

Wenn du den Atem anhältst, dann wirst du sterben, der Atem wird abgestanden und leblos sein. Er wird alle Vitalität verlieren, die Eigenschaft des Lebens. Genauso verhält es sich mit Liebe. Sie ist Atmen. In jedem Moment erneuert sie sich selbst. Wenn jemand also in der Liebe festgefahren ist und zu atmen aufgehört hat, dann verliert das Leben seine ganze Bedeutung.

So geschieht es den Menschen: Der Verstand dominiert derartig, dass er das Herz beeinflusst und sogar das Herz besitzergreifend macht. Das Herz kennt kein Besitzdenken, doch der Verstand verunreinigt und vergiftet es.


Liebe, die mit dem Atem hinein und herausfließt

Denke daran: Liebe die Existenz! Und lasse Liebe wie Atmen sein. Atme ein und atme aus, doch lasse es Liebe sein, die hereinkommt und wieder herausgeht. Nach und nach, mit jedem Atemzug, wirst du das Wunder der Liebe erschaffen.


Anleitung zur Meditation "Liebe atmen"

• Beim Ausatmen fühlst du, wie deine Liebe in die Existenz hinausströmt

• Beim Einatmen gießt die Existenz ihre Liebe in dich hinein

Bald wirst du bemerken, wie sich die Qualität deines Atems verändert. Der Atem wird zu etwas völlig anderem, etwas das du noch nie erfahren hast. Deshalb wird der Atem in Indien ‚Prana’ genannt, ‚Leben’ und nicht einfach nur Atem. Es ist nicht einfach nur Sauerstoff. Etwas anderes ist da, das Leben selbst.


Osho, Zitat-Auszug aus The Open Door #13



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Samstag, 27. Juni 2009

Meditation bei Gedanken-Stress

Manchmal rennen die Gedanken um die Wette: Sorgen, Ängste, Stress, Aggression und Fragen über Fragen... Meditation bedeutet, die Gedanken zu lassen, ihnen keine Aufmerksamkeit zu schenken.

Gedanken ignorieren

Tipps

Du fragst mich, wie man das ständige Geplapper der Gedanken beenden kann, die Unmenge idiotischer Fragen?

Sei unbeeindruckt. Ignoriere die Gedanken. Lasse sie vor sich hin plappern. So, als ob es keinen Unterschied macht, ob sie da sind oder nicht. Wenn du mit den Gedanken kämpfst, gibst du ihnen Energie. Du gibst Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit ist Nahrung. Noch nie ist es jemandem gelungen, seine Gedanken anzuhalten, indem er mit ihnen kämpfte.

Ignoriere die Gedanken, stehe abseits davon, und lass den Verstand tun, was er tun will. Wenn sich keiner für die Gedanken interessiert, dann macht es keinen Sinn, dass sie so laut schreien. Du hörst sie nicht, bist auch nicht neugierig darüber, was sie sich wieder ausdenken... Und dann halten sie an.

Alle Fragen werden verschwinden, denn sie sind völlig unbedeutend. Wenn das Geplapper der Gedanken verschwindet, dann entsteht Stille und Frieden. Und dann kannst du die stille, kleine Stimme deines Herzens wahrnehmen. Nur das Herz kennt die Antwort auf deine Fragen.

Wenn du ein wunderbares, stilles, fröhliches und glückliches Leben führen möchtest, dann ignoriere die Gedanken und lasse das Herz wieder Meister deines Lebens sein.


OSHO, Beyond Enlightenment #8


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Sonntag, 14. Juni 2009

Wie meditieren Menschen mit normalem Alltags-Stress?

Still zu sitzen ist für den modernen Menschen fast unmöglich. Die Gedanken rennen, der Körper schmerzt und von Ruhe und Entspannung keine Spur. Statt still zu sitzen, macht es Sinn, mit Meditationsübungen zu meditieren, die auf die Bedürfnisse von modernen, gestressten Menschen ausgerichtet sind.

Erst aktiv sein, dann nichts tun

Meditation-heute

Generell lässt sich über den modernen, sehr beschäftigten und geistig stark geforderten Menschen sagen, dass für ihn still zu sitzen, wie es im Zazen oder bei Vipassana Retreats praktiziert wird, sehr schwierig ist. Es dauert oft Jahre regelmäßiger, disziplinierter Meditationsübung, bis sich der Gedankenstrom setzt und Phasen von ungestörter, natürlicher Wahrnehmung passieren.

Moderne, aktive Meditationstechniken arbeiten sozusagen mit Hochdruck. In den ersten Phasen der Methoden wird der Körper in totalen Aufruhr und Erregung versetzt. Erst nachdem Körper, Gedanken und Gefühle gut durcheinandergewirbelt wurden, folgt eine Phase von Stille. Nach soviel Lebendigkeit still zu sitzen und zu entspannen, passiert dann schon nahezu natürlich. Meditieren wird einfach.


Vorteile Aktiver Meditationsmethoden

Fitness:
Ein gesunder, ausbalancierter Körper voller Lebensfreude
Meditative Therapie:
Wahrnehmung und Ausdrucksmöglichkeit psychischer Belastungen
Meditation:
Erfahrung der eigenen, ungestörten, natürlichen Lebensenergie


Zu einer Aktiven Meditationsmethode

Montag, 1. Juni 2009

Meditationstechnik: Buddhas Sorgfalt im Alltag

Nach Buddha gibt es keine wichtige oder weniger wichtige Arbeit. Die Unterscheidung, ob Arbeit Spaß macht oder nicht, ist ebenfalls unbedeutend. In einem meditativen Zustand erfährt jede Arbeit die gleiche Sorgfalt. Solches Verhalten kommt nicht nur der Arbeit zu gute, sondern vor allem dem Handelnden selbst.

Sorgfältig und vorsichtig berühren

Tipps

Das ist Buddhas grundlegende Mitteilung: Sei sorgfältig, gehe vorsichtig mit allem und jedem um. Und mache keinen Unterschied zwischen unbedeutenden und ganz wichtigen Dingen. Sei bei allem, was du tust, aufmerksam und alles wird bedeutsam werden. Wenn du mechanisch und ohne Sorgfalt arbeitest, dann wird alles bedeutungslos.


Die Bedeutung eines Regenschirms

Die Bedeutung geht von dir aus, du verleihst sie den Dingen. Sie ist dein Geschenk an die Welt. Wenn ein Meister wie Zen Meister Ikkyu seinen Regenschirm berührt, dann wird der Regenschirm so göttlich wie nur irgendetwas sein kann. Du könntest sogar Gott selbst berühren, und es würde für dich keine Bedeutung haben. Das Paradies entsteht durch dich und deiner Art zu berühren.

Wie die Alchimisten einfaches Metall in Gold verwandeln, so verändert meditative Energie Einfaches in etwas Größeres. Je meditativer du wirst, desto mehr Göttlichkeit wirst du überall um dich herum entdecken. Auf dem Höhepunkt wird dann alles göttlich erscheinen.

Genau diese Welt ist das Paradies und genau dieser Körper ist der Buddha.


Osho, Take it Easy, Vol. 2, #12


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Sonntag, 24. Mai 2009

Visualiere dich ohne Kopf










Wunder geschehen durch Meditationstechniken. Nur muss eine Technik genau die Richtige für dich sein. Wenn die Technik nicht für dich ist, dann passiert nichts. Dann kannst du sie drei Leben lang machen und nichts wird passieren. Wenn es deine Methode ist, dann mögen sogar nur drei Minuten genügen.

Nimm diese Meditationstechnik und probiere sie mindestens drei Tage lang aus. Wenn sie dir ein bestimmtes Gefühl von Wohlbefinden verursacht, oder ein Gefühl, dass sie für dich bestimmt ist, dann mache sie wirklich ernsthaft. Dann vergiss alle anderen Techniken. Dann spiele nicht mehr herum, bleibe bei dieser einen Technik mindestens drei Monate lang.

Der erste Schritt: Sich ohne Kopf bewegen

Versuche ohne Kopf zu sein. Visualisiere dich, als ob du keinen Kopf mehr hättest. Bewege dich ohne Kopf. Das klingt absurd, aber es ist eine der wichtigsten Übungen. Anfangs wird es nur „als ob“ sein und sich komisch anfühlen. Aber nach und nach wirst du dich im Herzen zentrieren. Dann wirst du durch die Welt gehen und durch das Herz sehen und nicht durch das Denken.

Stelle dich vor einen Spiegel in deinem Badezimmer, schaue dir tief in die Augen und fühle, dass du von deinem Herzen aus siehst. Nach und nach wird dein Herzzentrum zu funktionieren beginnen. Und wenn das Herz funktioniert, dann verändert das deine ganze Persönlichkeit, deine ganze Struktur, alle Gewohnheiten, denn das Herz geht seinen eigenen Weg.

Der zweite Schritt: Liebevoll sein

Sei liebevoller, denn Liebe kann nicht durch den Kopf passieren. Es ist nicht einfach von deinem hohen Ross herunter zu kommen. Wenn du ein Geschäftsmann bist, dann bist du selbst im Bett noch ein Geschäftsmann. Wenn du liebevoll wirst, dann fällst du aus dem Kopf ins Herz und du bist Geschäftsmann nur dann, wenn es zur Situation passt. Wenn ich also sage, sei liebevoller, dann meine ich, dass du die Qualität deiner Beziehungen verändern sollst. Lass sie alle auf Liebe basieren. Nicht nur die mit deiner Frau oder deinem Mann oder deinen Kindern und Freunden, sondern sei liebevoller dem Leben gegenüber. Entwickle eine liebevolle Haltung gegenüber dem Leben.

Osho, Meditation: The First and the Last Freedom


Tägliche, kurze Meditation: die Sekunden Meditation


Mittwoch, 6. Mai 2009

Meditationstechniken gegen Nervosität, Stress und Anspannung

Sich nicht unnötig verspannen,
die eigenen Talente fördern und
lieben, was man tut


Ohne-stress-meditation


1. Sich nicht unnötig verspannen

"Beginne damit, bei alltäglichen Routinehandlungen aufmerksam zu sein. Während du die Alltagsarbeiten ausübst, bleibe dabei entspannt. Es gibt keinen Grund, angespannt zu sein. Wenn du den Boden putzt, warum solltest du dich da verspannen? Wenn du Essen kochst, worüber brauchst du da nervös sein? Es gibt keine einzige Situation im Leben, bei der du dich verspannen musst. Anspannung ist einfach nur deine Unaufmerksamkeit und Ungeduld.

Ich habe mich immer gefragt, warum sind die Leute nur so nervös? Es sieht so aus, dass es überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was außerhalb geschieht, es hat etwas mit dir innen zu tun. Du findest immer eine Entschuldigung von außen, doch nur, weil es so idiotisch aussieht, ohne Grund gestresst zu sein. Nur um deine Verspannung zu rationalisieren, findest du irgendeinen Grund außerhalb von dir, damit du erklären kannst, warum du so nervös bist.

Doch Nervosität ist nicht außerhalb von dir, Stress und Anspannung kommen von deinem falschen Lebensstil.


2. Die eigenen Talente fördern

Du lebst in Konkurrenzdenken – das erschafft Nervosität und Verspannung. Du lebst und vergleichst dich ständig – das erschafft Stress. Du denkst immer entweder über die Vergangenheit oder die Zukunft nach, und deine einzige Realität ist, die Wirklichkeit zu versäumen – auch das erschafft Anspannung.

Finde dein eigenes Talent. Die Natur schickt kein einziges Individuum auf die Welt, ohne ihm ein einzigartiges Geschenk mitzugeben. Suche einfach ein wenig danach... Was auch immer für Qualitäten und Talente du hast, nutze sie völlig aus. Dadurch wird die Energie, die sonst in Stress und Nervosität geht, beginnen, zu Anmut und Schönheit zu werden.


3. Lieben, was man tut

Was immer du tust, mache es mit solcher Liebe, mit solcher Sorgfalt, dass das kleinste Ding in der Welt zu einem Kunstwerk wird. Das wird dir große Freude bringen. Dann wirst du eine Welt erschaffen, die kein Konkurrenzdenken kennt, bei der niemand verglichen wird. Das wird allen Menschen Würde verleihen. Jede Handlung, die hundertprozentig ausgeführt wird, wird zur reinen Andacht."


Osho, Zitat-Auszug aus The Hidden Splendor



Drei Meditationen gegen Stress

Göttlichkeit durch eine lockere Zunge erfahren
Die Gibberish Meditation
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Montag, 20. April 2009

Eine Stunde täglich für sich selbst

Wie kann sich der Druck lösen, der uns in der Arbeit belastet? Die Lösung liegt nicht außen, sondern bei uns selbst. Es braucht eine Entscheidung, sich absichtlich und bewusst in meditative Momente hinein zu begeben.

Stress verdauen, sich Zeit geben, still sein

Tipps

Wenn eine Person nicht wenigstens eine Stunde am Tag meditiert, dann wird Neurose in ihrem Leben kein Zufall sein; sie wird sich selbst erschaffen. Eine Stunde am Tag sollte ein arbeitender Mensch von der Welt verschwinden und in sein eigenes Wesen eintauchen.


Eine Stunde lang nichts Neues hineinlassen

Eine Stunde lang sollte man so alleine sein, dass nichts Neues mehr hineinkommt - keine Erinnerung, kein Gedanke, keine Vorstellung. Eine Stunde lang am Tag soll das Bewusstsein ohne Inhalt sein. Das verjüngt und erfrischt. Es setzt neue Energiequellen frei. Wieder zurück in der Welt wird man jünger, frischer und lernfähiger sein, mit mehr Staunen in den Augen und mehr Ehrfurcht im Herzen.

Wir stehen unter dem Druck lebenslang lernen zu müssen. Gleichzeitig besteht die alte Angewohnheit, nicht dazu lernen zu wollen und nichts mehr aufnehmen zu können und das treibt die Menschen in den Wahnsinn. Der moderne Verstand ist völlig überladen und überlastet, weil niemandem mehr Zeit gelassen wird, die vielen Eindrücke zu verdauen und sie in das eigene Wesen zu integrieren.


Durch Meditation wird dazulernen möglich

Das ist der Punkt, wo der Meditation eine so bedeutsame Aufgabe wie niemals zuvor zukommt. Wenn dem Verstand keine Zeit gegeben wird, in Meditation zu ruhen, dann unterdrücken wir all die Botschaften, die ständig in uns einfließen. Wir weigern uns, dazu zu lernen. Wir sagen, wir haben keine Zeit. Dann beginnen sich die Eindrücke und Botschaften anzuhäufen. Es entsteht Druck.


Sich Zeit zum Verarbeiten nehmen

Wenn du nicht genügend Zeit hast, auf die Botschaften zu hören, die dein Denken ständig empfängt, dann beginnen sie sich anzuhäufen, genau wie Akten, die sich auf deinem Tisch aufstapeln - ein Stoß von Briefen, der sich auf deinem Tisch aufstapelt, weil du nicht genug Zeit hast, sie zu lesen und zu beantworten. Genau so wird dein Denken überhäuft: So viele Akten, die darauf warten, dass du endlich in sie hineinschaust, so viele Briefe, die gelesen werden sollen, die beantwortet werden sollen, so viele Herausforderungen, die angenommen werden müssen, denen du dich stellen solltest.

In deinem Verstand wartet eine Schlange an zu erledigenden Aufgaben, die immer weiter wächst. Je länger die Schlange wird, desto weniger und immer weniger Raum hast du selbst. Je länger die Schlange, desto mehr und mehr Lärm ist in dir, denn alles, das du angehäuft hast, ruft nach deiner Aufmerksamkeit.

Osho, aus einer unbekannten Quelle


Drei Meditationen gegen Stress

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Mittwoch, 1. April 2009

Meditationstechnik: Sich für Meditation entschließen

Wie oft entschließt man sich, endlich zu meditieren und tut es dann doch nicht? Das passiert, wenn der Beschluss nur von dem oberflächlichen Tagesbewusstsein gemacht wurde. Man nimmt sich etwas vor, doch der Entschluss wird vom Tagesgeschehen weggeweht. Damit ein Entschluss wirklich wirksam wird, muss er auch tief im Unterbewusstsein getroffen sein. Hier eine überlieferte Atem Meditationstechnik (Anapan Sati Yoga), die eine Entscheidung tief ins Unterbewusstsein sinken lässt.

Einen Entschluss tief ins Unterbewusstsein bringen

Anapansatiyoga-meditation


Eine Meditationstechnik für 10 Minuten
Am besten abends vor dem Einschlafen


Anleitung für die Anapan Sati Yoga - Atem Meditationstechnik

1. Einatmen und einen Entschluss fassen

Sanft und sehr langsam erlaube deinen Lungen sich ganz zu füllen und während du auf diese Weise einatmest, wiederhole dir selbst mit Worten, was du in deinem Leben anders haben möchtest. Zum Beispiel: „Ich werde Meditation erfahren.“


2. Den Atem anhalten und dabei den Entschluss wiederholen

Wenn deine Lungen total voll sind, dann halte deinen Atem für eine Weile an und wiederhole „Ich werde Meditation erfahren“. Es kann sein, dass du bald unruhig wirst, dass du gerne wieder ausatmen möchtest, doch du hältst weiterhin deinen Atem an und wiederholst „Ich werde Meditation erfahren“.


3. Ausatmen und dabei den Entschluss wiederholen

Dann beginne langsam auszuatmen und wiederhole dabei „Ich werde Meditation erfahren“. Atme so lange aus bis du dich ganz leer fühlst und wiederhole dabei ständig „Ich werde Meditation erfahren“.


4. Leer sein und den Entschluss wiederholen

Jetzt, während du völlig leer bist, halte diese Leere in dir, atme nicht ein und wiederhole „Ich werde Meditation erfahren“ so oft wie du kannst.


5. Einatmen und den Entschluss wiederholen

Dann beginne langsam wieder einzuatmen. Ein Zyklus ist einmal einatmen und einmal ausatmen. Mache diesen Zyklus fünfmal nach einander.


6. 5 Minuten Ausruhen

Wenn du fünfmal in dieser Weise ein- und ausgeatmet hast, strecke deinen Rücken, atme weiterhing langsam und sitze still, locker und entspannt. Die Augen sind geschlossen. Beobachte deinen Atem.


Vertiefende Osho Texte zu dieser Atem Meditationstechnik

„’Ich werde Stille erfahren, ich werde Meditation erfahren. Ich bin hundertprozentig entschlossen, dass ich Meditation erfahren will.’ Lasse dein ganzes Wesen diesen Schwur aufsaugen – ’Ich werde Stille erfahren'! Lasse dein ganzes Wesen mit diesem Entschluss mitschwingen. Der Beschluss sollte die tiefste Ebene deines Bewusstseins erreichen.“


„Während der Entspannungsphase wird der Entschluss, egal, welchen Entschluss du getroffen hast, noch tiefer einsinken. Mache den Zyklus fünfmal. Dann, wenn du still sitzt, beobachte fünf Minuten lang deinen Atem. Atme langsam ein und aus.“


„Bevor du zu Bett gehst wiederhole diese Übung fünf bis siebenmal, solange, wie es für dich angenehm ist. Dann schlafe ein und denke dabei: ‚Ich werde Stille erfahren, das ist mein Ziel'. Wenn der Schlaf in dir aufsteigt, ist dieser Gedanke mit dir. Dann mache das Licht aus.“


Um Luft ringen und dabei ins Unterbewusstsein gelangen

„Was passiert, wenn du total ausatmest und dich davon abhältst, wieder einzuatmen? Wenn du völlig ausatmest und dir dann die Nase zuhältst und nicht einatmest, was wird dann passieren? Wird nicht dein ganzes Wesen noch eine Weile darum kämpfen, einzuatmen? Werden nicht jede Pore deines Körpers und die Millionen von Zellen nach Luft schreien?

Je länger du versuchst, den Atem anzuhalten, umso tiefer dringt der Wunsch nach Luft in das Unterbewusstsein ein. Je länger du den Atem anhältst, um so mehr wird der tiefste Teil deines Wesens nach Luft fragen. Es ist nicht einfach nur eine oberflächliche Frage nach Luft, es ist eine Frage von Leben und Tod. Dann verlangen auch die tieferen Schichten, und die darunter liegenden, nach Luft.

In diesem Moment, wenn du einen Zustand erreichst, in dem dein ganzes Wesen nach Luft lechzt, dann solltest du dir selbst immer wieder sagen: „Ich werde Meditation erfahren“... Dein Körper wird nach Luft verlangen und dein Verstand wird dabei den Entschluss wiederholen. Je stärker das Verlangen nach Luft ist, desto tiefer wird die Entscheidung in dich eindringen. Wenn dein ganzes Wesen am kämpfen ist und du diesen Satz immer wieder wiederholst, dann verstärkt sich der Entschluss. So erreichst du dein Unterbewusstsein.“

Osho, Zitat-Auszüge aus unterschiedlichen Quellen



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Montag, 23. März 2009

Wut ist interessant, lebendig, klasse!

Meditation im Alltag bedeutet, alles, was einem im Leben begegnet, als Weg zur Stille zu nutzen. So zum Beispiel Ärger. Setze dich mal mitten in der größten Wut hin und schaue sie dir genau an. "So, das ist also Ärger?!" Als Belohnung gibts eine große Portion Stille.

Wut als Weg zum stillen Zentrum

Tipps

Du kennst nur zwei Arten mit Ärger umzugehen: ihn auf jemanden anderen zu werfen oder ihn zu unterdrücken. Die beste Art mit Wut umzugehen ist keine von beiden. Wenn du deinen Ärger ausdrückst, dann erschaffst du wiederum Ärger in deinem Gegenüber und dann kommt es zur Kettenreaktion ... Aus Angst vor der Reaktion des Gegenübers ist die andere Strategie, Wut zu unterdrücken entstanden. Wut macht dich hässlich, und dann musst du für alles, was du um dich herum angerichtet hast, auch noch bezahlen. So unterdrückst du deinen Ärger lieber. Doch damit häufst du Gift in dir an, das irgendwann explodieren wird.


Ärger in sich brodeln lassen

Der dritte Ansatz ist der, den alle Erleuchteten in der Welt vorschlagen: Wirf deinen Ärger nicht auf den anderen und unterdrücke ihn nicht, sondern beobachte ihn. Wenn Ärger hochkommt, setze dich still hin, lasse den Ärger in dir und um dich herum brodeln, lasse die wütende Wolke, die dich umgibt zu und sei ein stiller Beobachter. Schau sie dir genau an: So also sieht Wut in mir aus!

Buddha sagt zu seinen Schülern: Wenn Wut hochkommt, höre ihr zu, höre darauf, was dir diese Energie erzählt. Erinnere dich immer wieder: Das ist Ärger, Ärger ... Sei aufmerksam und schlafe nicht dabei ein. Sei aufmerksam darüber, dass dich Ärger umgibt. Du bist derjenige, der das beobachtet. Und genau da liegt der Schlüssel.

Wenn du beobachtest, dann passiert es langsam, langsam, dass du so getrennt von der Wut bist, dass sie dich nicht mehr beeinflusst. Du erkennst, dass nicht du derjenige bist, der ärgerlich ist. Ärger umgibt dich, er ist in deinem Körper, doch du bist das nicht.


Wut hat keine eigene Kraft, wir unterstüzen sie

Denke daran, wir lassen unsere Energie in die Wut fließen und dadurch bekommt sie erst richtig Kraft. Wut hat keine eigene Kraft, sie hängt von unserer Kooperation ab. Wenn wir beobachten, dann löst sich die Kooperation auf. Du unterstützt das Feuer nicht mehr. Es wird noch ein paar Momente da sein und dann verschwinden. Wenn die Wut keine Wurzeln in dir findet, wenn du nicht zur Verfügung stehst, sondern weit weg wie ein Beobachter auf einem weitentfernten Hügel sitzt, dann wird sie sich auflösen und verschwinden. Das ist eine unglaublich gute Erfahrung.

Wenn man zuschaut, wie der Ärger immer weniger wird, dann entsteht dadurch eine Erfahrung von Stille nach dem Sturm. Du wirst selbst erstaunt sein, dass jedes Mal, wenn Wut aufsteigt und du sie beobachten kannst, du in eine solche Ruhe fallen wirst, wie du sie vorher nicht gekannt hast. Du wirst in eine tiefe Meditation fallen. Du wirst dich so frisch, so jung, so unschuldig fühlen, wie du dich sonst gar nicht kennst. Dann wirst du dem Ärger sogar dankbar sein. In dieser Weise kann jede negative Emotionen kreativ genutzt werden.


Osho, Philosophia Perennis, Vol. 2, #4



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Emotionen. Frei von Angst, Eifersucht, Wut.

Freude. Das Glück kommt von innen

Das Chakra Buch. Energie und Heilkraft der feinstofflichen Körper

Buddha sprach. Die Herausforderungen des Lebens annehmen

Bewusstsein. Beobachte, ohne zu urteilen

Montag, 16. März 2009

Passive Meditationstechnik bei Fieber

Eine passive Meditationstechnik, wenn man krank ist und im Bett liegt:
Wenn Fieber tobt oder sonst eine Krankheit den Körper schüttelt, schaue aufmerksam hin. Nimm wahr, was Fieber ist, wie es sich anfühlt und was mit dem Körper geschieht.

Wie Fieber kühl wird...

Fieber-meditation

„Wenn du mit Fieber im Bett liegst und innerlich brennst, wenn der ganze Körper im Feuer steht, dann nimm diesen Zustand aufmerksam wahr. Wenn du beobachtest, dann zieht es dich gleichzeitig zu deiner inneren Quelle. Sonst brauchst du nichts zu tun, du nimmst einfach nur wahr.

Was kannst du auch sonst schon tun? Das Fieber tobt und du musst die Zeit überstehen. Es macht keinen Sinn, unnötigerweise gegen Fieber zu kämpfen. Wenn du gegen das Fieber ankämpfst, wirst du noch heißer werden. Du ruhst dich einfach aus und siehst aufmerksam zu. Indem du das Fieber beobachtest, wirst du kühl.

Nimm das Feuer noch ein wenig genauer wahr und du wirst noch kühler werden. Durch bloßes Wahrnehmen erreichst du einen derart kühlen Höhepunkt, dass sogar der Himalaya eifersüchtig sein könnte. Sogar die Gipfel des Himalayas sind nicht so kühl. Die Kühle im Beobachten ist der Gourishankar, der höchste Gipfel in dir.


Das Fieber ist an der Peripherie,
du bist der leere, kühle Raum

Das Fieber war eigentlich niemals wirklich da. Es besteht nur im Körper - der sehr weit weg ist. Ein riesiger Raum ist zwischen dir und deinem Körper. Es ist ein grenzenloser Zwischenraum, ein leerer Raum, der nicht zu überbrücken ist. Alles Leiden ist nur am Rande dieses Raumes. Wenn du Leiden beobachtest, dann bist zu plötzlich nicht mehr der, der leidet. Dann beginnst du, die Krankheit zu genießen. Wenn ich sage ‚Genieße deine Krankheit’, dann meine ich ‚Beobachte sie’. Gehe zurück zur inneren Quelle, werde zentriert. Dann gibt es plötzlich kein Leiden mehr, dann existiert nur noch Ekstase.

Im Zentrum gibt es dich nicht mehr, du bist nichts, nur ein großer Raum, der ewig kühl ist, still und glückselig. Wenn ich sage, genieße, dann meine ich, laufe nicht vor der Krankheit davon, sondern beobachte sie.“


Osho, Zitat-Auszug aus A Bird on the Wing, #1



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Samstag, 7. März 2009

Unnötige Schutzmechanismen fallen lassen

Es gab eine Zeit, da haben wir sie gebraucht, die Schutzmechanismen des Egos. Das Überleben war in Gefahr, also lernten wir uns zu schützen. Verlassensängste, Ärger und Enttäuschung, Bitterkeit, Verurteilung anderer Menschen und Einsamkeit, das sind solche Schutzmechanismen und ihre Folgen. Hier eine Meditationstechnik, die dabei hilft, alte, verrostete und belastende Schutzmechanismen los zu lassen.

Die Rüstung verlieren

Ego-meditation-ablegen

"Das Ego ist nur ein Schutzmechanismus, eine Rüstung, sie ist nicht fest mit dir verhaftet. Du haftest an ihr! Wenn du dir deiner Schutzmeachnismen bewusst wirst, kannst du sie einfach ablegen. Die Rüstung selbst hat keine Kraft. Trägst du sie nicht mehr, verschwindet sie. Nicht nur, dass du sie trägst, du nährst und fütterst sie auch noch ständig.

Tue einfach drei Dinge...


Meditationstechnik:

Lege deine Rüstung ab

Anleitung zur Aufgabe von Schutzmechanismen


Wann immer du Zeit hast
Atme tief aus

Wann immer du gehst oder sitzt oder gerade nichts tust, atme tief aus. Die Betonung liegt auf dem Ausatmen, nicht auf dem Einatmen. Atme also tief aus – lasse so viel Luft hinaus, wie du kannst. Atme durch den Mund aus. Atme langsam, damit es eine Weile dauert... Je länger du brauchst, umso besser, denn dann geht es tiefer. Hast du alle Luft im Körper hinausgeworfen, atmet der Körper von selbst ein. 'Du' sollst nicht einatmen. Atme langsam und tief aus und schnell ein. Dies wird deinen Schutzmechanismus sowohl im Brust- als auch im Halsbereich öffnen.


Jogging Meditation
Renne um dein Leben

Solltest du in der Lage sein, ein wenig zu joggen, so wird dir das bei der Auflösung unnötiger Schutzmechanismen sehr helfen. Du musst dazu nicht viele Kilometer laufen, ein Kilometer genügt schon. Stelle dir beim Joggen einfach vor, wie eine Last aus deinen Beinen weicht, als würde jede Belastung abfallen.

Wurdest du in deiner Freiheit zu sehr eingeschränkt, dann tragen die Beine einen Schutzmechanismus in sich. In deiner Kindheit hat man dich vielleicht dazu angehalten, dieses zu tun und jenes zu lassen, auf diese Weise zu sein, aber nicht auf jene, hierhin zu gehen, aber nicht dorthin.

Beginne also mit dem Joggen, und richte währenddessen deine Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die Ausatmung. Hast du deine Beine und ihre Leichtigkeit zu laufen erst wieder zurückgewonnen, wirst du einen großen Fluss von Energie in dir aufsteigen fühlen.


Meditationstechnik vor dem Schlafengehen
Die Rüstung mit den Kleidern ablegen

Wenn du dich abends ausziehst, um ins Bett zu gehen, dann stelle dir vor, dass du nicht nur deine Kleidung, sondern auch deine Rüstung ausziehst. Mache es genau so! Lege deine Kleider ab und atme tief ein – dann lege dich schlafen, so als ob du ohne Rüstung und ohne Schutzmechanismus wärest. Du hast nichts mehr am Körper und bist ohne eingrenzende Beschränkung."


Osho, Zitat Auszug aus 'Hammer on the Rock'


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Sonntag, 22. Februar 2009

Vertraue

Für die Liebe kann man nichts tun, Liebe kommt und geht. Vertraue dem Partner, dir selbst, dem Leben.

Alles wirklich Bedeutsame kann man nicht herbeiführen

Tipps

Wenn du vertraust, dann sagt dir dein misstrauisches Denken: Vertraue lieber nicht, sonst wirst du ganz blind werden. Halte die Augen offen. Denke über alles genau nach, nimm dir Zeit und dann treffe eine Entscheidung. Du musst dich in allem entscheiden. Auch in der Liebe.

Hast du jemals darüber nachgedacht, dass deine Geburt auch nicht deine Entscheidung war? Du bist aus dem Nichts geboren. Eines Tages, wenn du stirbst, wirst du wieder ins Unbekannte zurück verschwinden. Auch das wird nicht deine Entscheidung sein.

Zwischen Geburt und Tod wird Liebe erfahren werden. Genau wie Geburt und Tod ist auch Liebe etwas, was wir nicht wählen können. Es gibt Dinge, die von dir entschieden werden können. Und es gibt Dinge, die nur passieren, wenn du dich raushältst. Es gibt Dinge, die nur in einem tiefen Gefühl von Nicht-Tun passieren: Geburt, Tod, Liebe, Meditation. Alles was schön ist kommt ohne dein Zutun. Erinnere dich daran: Du kannst solche Erfahrungen nicht herbei organisieren. Vertraue.


Osho, The Search


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Sonntag, 15. Februar 2009

Gibt es eine Technik fürs Sterben?

Wenn wir Sterben, ist beobachten alles, was wir in diesem wichtigen Moment tun können, oder gibt es noch eine besondere Meditationstechnik dafür?

Nur beobachten

Tipps

Wahrnehmen ist das Einzige, doch ist es keine Technik, es ist deine Natur, deine ganze Natur. Du bist nichts anderes als Wahrnehmen. Beobachten ist das reine Bewusstsein.

Nicht nur die Angst vor dem Sterben macht dich unbewusst. Überhaupt bist du zu unbewusst. Ein Zehntel von dir ist bewusst, der große Rest unbewusst. Die Angst vor dem Tod nimmt dir dieses eine Zehntel an Bewusstheit. Doch Angst hat nur einen geringen Effekt, denn generell sitzt Unbewusstheit sehr tief.

In der Meditation, wenn du wahrnimmst, dann zerstreust du nach und nach die Unbewusstheit, ohne dir darüber im Klaren zu sein. Du wirst nach und nach bewusster. Die dünne Schicht wird dicker und dicker und es kommt der Moment, wo dein ganzes Wesen voll von Bewusstsein ist. Bewusstsein ist das Selbe wie Wahrnehmen.

Wenn also der Tod kommt, dann beobachte den Tod. Als das Leben da war, hast du das Leben beobachtet. Es ist nichts Neues: Der Tod ist nur ein Objekt genauso wie das Leben ein Objekt war. Wenn du gelernt hast, wie man wahrnimmt, dann brauchst du dich vor nichts zu fürchten. Dann wirst du auch deinen Tod beobachten können.

Es gibt keine Technik fürs Sterben. Dein Wesen, dein Bewusstsein, muss alle dunklen Ecken in dir transformieren. Das Licht hat in jede kleinste Ecke zu gelangen. Das nennen wir Meditation. Langsam, ganz langsam, wird alle Unbewusstheit, alle Dunkelheit verschwinden. Dann kannst du in das kosmische Ganze schmelzen, in die absolute Stille, in eine große Ekstase.


Osho, Yakusan: Straight to the Point of Enlightenment #2


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Siehe auch 17 praktische Tipps für den Sterbenden und andere kostenlose Downloads mit Tipps in der Sterbebegleitung


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Montag, 9. Februar 2009

Frei sein - Begrenzungen auflösen

Wir halten daran fest, das Leben zu kontrollieren, es sicher zu machen und überschaubar, ohne zu verstehen, dass wir damit das Gegenteil erschaffen: Angst, Sorge, Druck - das bringen sichere Grenzen mit sich. Die folgende Meditationstechnik löst alle Begrenzungen auf.

Breite Dich in alle Richtungen aus

Sich-ausbreiten-meditation

Fühle, wie du dich in alle Richtungen ausbreitest,
weit entfernt, nah.


“Erinnere dich an ein grundsätzliches Gesetz; Leben bedeutet Unsicherheit. Nur wenn du bereit bist, in Unsicherheit zu leben, wirst du lebendig sein. Unsicherheit bedeutet Freiheit. Wenn du bereit bist, dich unsicher zu fühlen und ständig unsicher zu sein, dann wirst du frei sein.”
Osho, Auszug aus dem Buch der Geheimnisse


Anleitung zur Meditation

Erste Phase: Löse Begrenzungen auf

Fühle, dass das Leben unsicher ist. Sitze mit geschlossenen Augen. Fühle, wie sich deine Mauern und Begrenzungen, die du um dich geschaffen hast, auflösen. Erlaube dir zu fühlen, dass das Leben unsicher und unbekannt ist, dass es sich ständig verändert und unvorhersagbar ist. Dass der Tod zu uns allen kommen wird.


Zweite Phase: Ausdehnung des Herzens

Wenn du diese Unsicherheit tief in dir wahrnehmen kannst, dann stehe auf und erlaube ein Gefühl von Ausdehnung hochkommen. Die Augen sind geschlossen. Du kannst die Arme sanft bewegen. Beginne die Ausdehnung im Herzen und durchdringe alle Richtungen. Bis ins Universum.

Wenn du Musik möchtest, lege sanfte Musik auf. Georg Deuters Musik eignet sich gut, oder auch jede andere, die dein Herz berührt.


Dritte Phase: Durchdringe dich selbst

Nach der Übung sitze oder liege still, entspanne in dich selbst. Durchdringe dich selbst. Nah.


Du kannst diese Übung vor dem Schlafen gehen machen, aber auch zu jeder anderer Zeit. Wenn du sie ein paar Mal gemacht hast, kannst du dich jederzeit an diesen Zustand unbegrenzter Freiheit erinnern.


Musikempfehlung:
Sea & Silence

Wind & Mountain

Earth Blue

Celestial Classics


Selbst geschaffene Zwänge

„Tantra und Yoga sind sich beide darüber einig, dass deine Engstirnigkeit das Problem ist. Du hast dich selbst so eng gemacht, so richtig eng, dass du dich immer eingeengt fühlst. Die Unfreiheit kommt nicht von irgend woanders her: Die Gebundenheit kommt von deinem engen Verstand. Und er wird immer enger und enger, du fühlst dich sehr unter Zwang. Dieser Druck gibt dir das Gefühl von Einengung. Du hast eine unendliche Seele und ein unendliches Sein, doch das unendliche Sein fühlt sich eingesperrt. Was immer du tust, du wirst überall auf Einschränkungen stoßen. Wo immer du dich hinbewegst, du wirst in einer Sackgasse landen. Du kannst nicht über sie hinausgehen. Dort gibt es nur Beschränkung. Dort gibt es keinen offenen Himmel zum Fliegen. Aber diese einengenden Zwänge sind von dir selbst erschaffen -- du hast sie dir selbst geschaffen aus ganz bestimmten Gründen heraus: um sicher und gefahrlos zu leben.

Wenn du Freiheit möchtest, wirst du Sicherheit und Absicherungen verlieren müssen --- sowieso ist Sicherheit nur eine Illusion, es gibt sie nicht wirklich. Der Tod wird eintreten -- was immer du auch tust, sterben wirst du auf jeden Fall. All deine Sicherheiten und Absicherungen sind nur Fassade, nichts wird helfen."


Die Qualität des Lebens: Unsicherheit

"Wann immer du etwas sicher machst, verschwindet das Leben. Bleibe in Unsicherheit, das ist die wesentliche Qualität des Lebens selbst. Nichts kann dagegen getan werden. Und es ist wunderschön so!

Wenn es keine Mauern mehr um dich herum gibt, wird es einfach für dich sein, alles zu durchdringen. Dann gibt es keinen Punkt mehr, wo du endest. Du beginnst einfach im Herzen und endest nirgendwo. Du hast ein Zentrum im Herzen aber keine Umgebung. Die Umgebung dehnt sich aus -- weiter und weiter. Der ganze Raum ist von ihr umgeben. Die Sterne bewegen sich mit ihr. Welten werden geboren und lösen sich auf. Planeten entstehen und vergehen. Der ganze Kosmos wird zu deiner Umgebung. Wo wird dein Ego in dieser Weite bleiben?“

Osho, Auszug aus dem „Buch der Geheimnisse“


Über das Buch der Geheimnisse

Das tantrische Buch der Geheimnisse (Book of Secrets), auch Vigyan Bhairav Tantra genannt, beinhaltet hinduistische Weisheiten, die über Jahrhunderte überliefert wurden. Osho hat sie für den modernen Menschen übersetzt. Die tiefgehenden Techniken aus dem Buch der Geheimnisse erlauben es, auf einfache Weise Meditation in den Alltag zu bringen.


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